Osteoporose verstehen

- und warum Heilwasser eine wertvolle Unterstützung ist


Osteoporose betrifft Millionen Menschen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt die Knochenerkrankung zu den zehn häufigsten Volkskrankheiten weltweit. Eine calciumreiche Ernährung kann helfen, den Knochenschwund vorzubeugen und eine Therapie zu unterstützen. Calciumreiches Heilwasser ist dabei eine wertvolle Calciumquelle.

Was ist Osteoporose?


Osteoporose (auch Knochenschwund genannt) ist eine chronische Erkrankung des Skeletts, bei der die Knochen an Masse und Stabilität verlieren. Sie werden porös und können bereits bei geringster Belastung – manchmal sogar ganz ohne äußere Einwirkung – brechen.

Unsere Knochen befinden sich ein Leben lang in einem natürlichen Umbauprozess. Bis etwa zum 30. Lebensjahr überwiegt dabei der Knochenaufbau. Danach beginnt ein schleichender Abbau der Knochendichte – etwa 0,5 bis 1 Prozent pro Jahr. Wird dieser Abbau jedoch beschleunigt, kann sich daraus eine Osteoporose entwickeln.

In manchen Fällen entsteht die Osteoporose auch als Folge einer anderen Grunderkrankung, etwa bei Rheuma oder Diabetes mellitus. Dabei kann sowohl die Erkrankung selbst als auch deren medikamentöse Behandlung zum vorzeitigen Knochenabbau beitragen.

Osteoporose: Häufigkeit in Deutschland

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt Osteoporose zu den zehn häufigsten Krankheiten weltweit. In Deutschland leiden mehr als sechs Millionen Menschen an einem Knochenschwund. Dabei ist etwa jede vierte Frau und jeder 17. Mann über 50 Jahren betroffen. Die Anzahl an Neuerkrankungen pro Jahr liegt bei schätzungsweise 885.000 Fällen. Die tatsächliche Zahl dürfte jedoch deutlich höher liegen, da Osteoporose häufig unbemerkt bleibt.
Daten von 2019 belegen für Deutschland täglich rund 2.300 Knochenbrüche durch Osteoporose. Für 2034 wird ein Anstieg um mehr als 16 Prozent erwartet.

Osteoporose früh erkennen

Der Abbau von Knochenmasse verursacht zunächst keine Schmerzen. Die Anfänge einer Osteoporose verlaufen langsam, beschwerdefrei und still. Häufig wird die Erkrankung erst nach einem Knochenbruch erkannt.

Bestimmte Anzeichen deuten auf eine Osteoporose hin:

  • Regelmäßig auftretende Rückenschmerzen
  • Rundrücken oder gekrümmte Haltung (Verkrümmung der Wirbelsäule)
  • Abnahme der Körpergröße, z. B. durch eingebrochene Wirbel (> 4 cm)
  • Wackelnde Zähne oder Zahnausfall
  • Knochenbrüche ohne äußere Einflüsse (besonders an Wirbelkörpern, Oberschenkelhals- und Beckenknochen)

Eine frühe Diagnose kann helfen, einer Osteoporose rechtzeitig entgegenzutreten und das Knochenbruchrisiko zu senken. Erste Anzeichen für die Knochenerkrankung sollten daher ernst genommen werden.

Risikofaktoren für Osteoporose

Osteoporose entsteht durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Einige Risikofaktoren lassen sich beeinflussen, andere nicht.

Veränderbare Risikofaktoren:

  • Calciummangel: Bei einer unausgewogenen Ernährung, einer Laktoseintoleranz, einer Milchallergie oder bei veganer Ernährung kann die Calciumversorgung durch den teilweisen oder kompletten Verzicht auf Milch und Milchprodukte unzureichend sein.  
  • Vitamin D-Mangel: Vitamin D kommt nur begrenzt in Lebensmitteln vor und wird vor allem mit Hilfe von Sonnenlicht in der Haut gebildet. Wichtig ist daher der regelmäßige Aufenthalt im Freien.
  • Untergewicht
  • Bewegungsmangel: Zu wenig körperliche Aktivität führt zu Muskel- und Knochenschwund. Regelmäßiges Ausdauer- (wie Joggen oder Walking) und muskelstärkendes Training helfen dabei, Knochen und Muskeln aufzubauen und zu stärken.
  • Genussmittel wie Nikotin und Alkohol

Nicht beeinflussbare Risikofaktoren

  • Begleiterkrankungen, wie Diabetes mellitus oder Rheuma, und deren Medikation
  • Weitere Medikamente, die eine Osteoporose begünstigen, z. B. Kortikosteroide, Blutverdünner, Antidepressiva, Antiepileptika
  • Hohes Lebensalter
  • Genetische Veranlagung
  • Erkrankung des Verdauungstraktes: Krankheiten wie Zöliakie führen zu einer verminderten Aufnahme von Nährstoffen aus der Nahrung.
  • Frauen in der Menopause: Sobald die Menopause beginnt, produziert der Körper weniger Östrogen, welches einen schützenden Effekt auf die Knochen hat.

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Knochen-Check

Diagnose der Osteoporose

Je früher die Anzeichen von Osteoporose erkannt werden, desto besser lässt sich der Knochenschwund behandeln und Knochenbrüche können vorgebeugt werden.

Die Diagnose beginnt mit einem ausführlichen Anamnesegespräch: Ärztin oder Arzt fragen nach Lebensgewohnheiten, Ernährung, Vorerkrankungen sowie familiären Vorbelastungen. So lassen sich individuelle Risikofaktoren für Osteoporose und Knochenbrüche erkennen. Auch Blutuntersuchungen und weitere Tests, wie Mobilitätstests, liefern wichtige Hinweise.

Klarheit bringt in der Regel eine Knochendichtemessung – in der Regel per DXA-Verfahren (Dual-X-Ray-Absorptiometry). Dabei wird die Knochendichte an der Lendenwirbelsäule und am Oberschenkelhals gemessen. Entscheidend ist der sogenannte T-Wert, der die Differenz zwischen der Knochendichte des Betroffenen zu der eines gesunden Menschen in jungen Jahren angibt. Bei Werten zwischen –1,0 und –2,5 liegt eine Osteopenie (Vorstufe der Osteoporose) vor, ein Wert von –2,5 oder niedriger bestätigt die Diagnose Osteoporose.

Folgen der Osteoporose

Knochen, die porös sind, brechen leicht. Daher sind Knochenbrüche die häufigste und schwerwiegendste Folge von Osteoporose, insbesondere an Wirbeln, Hüfte und Handgelenken.

Wirbelkörper brechen oft unbemerkt ein – das kann zu einem Rundrücken und einer verringerten Körpergröße führen. Ein Oberschenkelhalsbruch kann die Beweglichkeit stark einschränken und zur Pflegebedürftigkeit führen. Hinzu kommen starke Schmerzen als Folge der Knochenbrüche, die sowohl akut als auch chronisch auftreten können.

Wie lässt sich Osteoporose vorbeugen und behandeln?


Osteoporose muss nicht sein. Wer regelmäßig aktiv ist und für ausreichende Nährstoffversorgung sorgt, kann vorbeugen und seine Knochen stärken. Besonders Bewegung im Freien wirkt sich positiv aus: Sie fördert die Muskulatur, steigert die Knochendichte und unterstützt die körpereigene Bildung von Vitamin D.

Auch die Ernährung spielt eine zentrale Rolle. Eine ausgewogene Kost mit ausreichend Calcium trägt dazu bei, den Knochenstoffwechsel zu unterstützen und Osteoporose vorzubeugen.

Bei bestehender Osteoporose ist gezieltes Handeln wichtig. Eine frühzeitig medizinische Abklärung ist ratsam. Neben einer möglichen medikamentösen Therapie bilden regelmäßige Bewegung und eine calciumreiche Ernährung wichtige Bestandteile der Behandlung.

Calcium bei Osteoporose

Für den Knochenaufbau spielt der Mineralstoff Calcium eine entscheidende Rolle. Eine calciumreiche Ernährung stärkt die Gesundheit der Knochen und hält sie stabil. Bei Osteoporose ist sie wesentlicher Bestandteil der Therapie. Experten empfehlen Erwachsenen eine tägliche Zufuhr von mindestens 1.000 mg Calcium, für Frauen nach der Menopause sieht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine tägliche Calciumaufnahme von bis zu 1.300 mg als optimal an.

Der tägliche Calciumbedarf lässt sich mit einer ausgewogenen Ernährung decken. Einige Lebensmittel und Getränke liefern besonders viel Calcium. Dazu zählen vor allem:
- Milch und Milchprodukte
- Grünes Gemüse
- Hülsenfrüchte
- Nüsse und Samen
- Calciumreiche Mineral- und Heilwässer

Calciumreiches Heilwasser bei Osteoporose

Calciumreiches Heilwasser ist besonders empfehlenswert, um seinen Calciumbedarf zu decken:

- Das Calcium ist mindestens genauso gut für den Körper verwertbar wie das Calcium aus Milch und Milchprodukten. Dies belegen wissenschaftliche Untersuchungen.
- Das Trinken über den Tag verteilt verbessert die Calciumaufnahme im Vergleich zu einer einmaligen Gabe.
- Steinsieker ist kalorienfrei und liefert Flüssigkeit sowie wertvolles Calcium in einem.
- Das Naturprodukt ist die perfekt Calciumquelle für Veganer sowie bei Diabetes mellitus, Milchallergie und Laktoseintoleranz.
- Günstig ist zudem, dass Steinsieker natürliche Kieselsäure und wenig Natrium enthält.

Steinsieker Heilwasser enthält über 620 mg Calcium pro Liter. Damit deckt 1 Liter Steinsieker im Durchschnitt mehr als die Hälfte des Calciumbedarf eines Erwachsenen. Die unterstützende Wirkung des Heilwassers bei Osteoporose ist durch wissenschaftliche Untersuchungen belegt - ein wichtiger Aspekt für die amtliche Anerkennung und Zulassung als Heilwasser.

Osteoporose und Vitamin D

Ein regelmäßiger Aufenthalt im Freien fördert die körpereigene Bildung von Vitamin D in der Haut. Vitamin D unterstützt die Einlagerung von Calcium in den Knochen. Eine Supplementierung von Vitamin D kann sinnvoll sein. Hier ist ein Gespräch mit der Ärztin bzw. dem Arzt ratsam.

Osteoporose und körperliche Aktivität

Bewegung und körperliche Aktivität wirkt sich nicht nur positiv auf die Muskulatur aus, auch die Knochengesundheit profitiert davon. Hier sind keine Höchstleistungen gefragt - bereits ein täglicher Spaziergang oder Treppensteigen im Alltag stärkt die Knochen. Koordinationsübungen können dazu beitragen, das Sturzrisiko zu reduzieren.
Wer bereits eine Osteoporose hat, sollte sich von Experten beraten lassen, welche Übungen und in welcher Intensität diese geeignet sind.

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Osteoporose behandeln

Die Behandlung setzt sich aus einer Basistherapie sowie einer medikamentösen Behandlung zusammen. Welche Therapie im Einzelnen infrage kommt, hängt von der Knochendichte, welche bei der Diagnose festgestellt wird, und dem Risiko für Knochenbrüche ab. Grundlage der Osteoporose-Behandlung sind die DVO-Leitlinien 2023 des Dachverbandes Osteologie.

Die Basistherapie einer Osteoporose sieht eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D und Calcium vor, primär über Lebensmittel und Getränke sowie durch Sonnenlichtexposition im Falle von Vitamin D. Daneben sind körperliches Training und Bewegung ein wichtiger Bestandteil der Therapie. Damit soll eine Verbesserung von Kraft, Gleichgewicht und Koordination erzielt werden. Dies zeigt positive Effekte auf die Knochendichte und das Sturzrisiko.

Eine medikamentöse Therapie bei Osteoporose soll helfen, den Knochenaufbau zu fördern bzw. den Knochenabbau einzudämmen. Diese Behandlung wird vor allem dann gewählt, wenn ein erhöhtes Knochenbruchrisiko gegeben oder bereits ein Knochenbruch aufgetreten ist.

Betroffene können selbst viel dafür tun, damit ihre Knochen gestärkt werden und das Knochenbruchrisiko reduziert wird. Ein wesentlicher Baustein zur Vorbeugung und unterstützenden Behandlung einer Osteoporose ist die Ernährung. Dazu gehört auch eine ausreichende Versorgung mit Calcium.

Quellen


Hadji, P. et al.: The epidemiology of osteoporosis—Bone Evaluation Study (BEST): an analysis of routine health insurance data. Dtsch Arztebl Int 2013; 110(4): 52-7; DOI: 10.3238/arztebl.2013.0052

Kanis JA, et al.: SCOPE 2021: a New Scorecard for Osteoporosis in Europe. Archives of Osteoporosis (2021) 16: 82. https://doi.org/10.1007/s11657-020-00871-9

Dachverband der Deutschsprachigen Wissenschaftlichen Osteologischen Gesellschaften (DVO). (2023). S3 Leitlinie zur Prophylaxe, Diagnostik und Therapie der Osteoporose. AWMF-Register-Nr.: 183/001

Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose (BfO; Hrsg.): Medikamente, die den Knochen schaden. http://lv-hessen.osteoporose-deutschland.de/index.php/Medikamente.pdf (Zugriff am 29.09.2025)