Wie unterscheiden sich Mineralwasser und Leitungswasser?


Für Mineralwasser ist vorgeschrieben, dass es bereits beim Austritt aus der Quelle mikrobiologisch und chemisch einwandfrei sein muss. Es garantiert somit ursprüngliche Reinheit. Erlaubt sind nur wenige Behandlungsverfahren, z.B. die Entfernung des natürlich vorkommenden Eisens oder der Zusatz von Kohlensäure. Mineralwasser muss direkt am Quellort abgefüllt werden.


Zu zwei Dritteln stammt Leitungswasser aus Grundwasser. Der Rest kommt aus Flüssen, Seen und Talsperren oder wirs aus dem Uferboden gefiltert. Dieses Rohwasser darf durch unterschiedliche Verfahren unter Einsatz von Chemikalien aufbereitet werden. Die genauen mikrobiologischen und chemischen Anforderungen sind in der Trinkwasserverordnung geregelt.Über ein weitverzweigtes Rohrleitungsnetz gelangt es in die Haushalte. Bis zum Wasseranschluss des Gebäudes garantiert der Versorger die Wasserqualität. Von dort bis zum Wasserhahn ist der Eigentümer für die Hygiene verantwortlich.

Aufgrund ihres Gehalts an Mineralstoffen weisen alle deutschen Mineralwässer günstige Wirkungen auf den menschlichen Organismus nach. Beim Leitungswasser, das der Trinkwasserverordnung unterliegt, lautet der Leitsatz, dass es die menschliche Gesundheit nicht schädigen darf.


 
Wie ist die Qualität von Leitungswasser?

In der Regel ist der Genuss von Trinkwasser aus dem Wasserhahn dank regelmäßriger Kontrollen unbedenklich. Jedoch können fünf Faktoren in der Hausinstallation die Quaität des Leitungswassers beeinflussen: die Standzeit des Wassers in der Leitung, die Wasserleitung an sich, die Temperatur, den Siebeinsatz (Perlator) und der Partikelfilter. 

 

Sind im Leitungswasser Mineralstoffe enthalten?

Damit das Leitungswasser zum Trinken, Kochen, Putzen, Wäsche waschen etc. geeignet ist, und darüber hinaus die Rohrleitungen nicht verkrustet, ist es in der Regel mineralstoffarm.

 

Wird Leitungswasser besser kontrolliert als Mineralwasser?

Für Mineralwasser als Lebensmittel sind sogenannte HACCP- Qualitätssicherungssysteme vorgeschrieben. Darin werden die Messparameter und -frequenzen je nach Notwendigkeit für die einzelnen Betriebe festgelegt und dokumentiert, was die zuständigen Behörden überwachen. Auf Mikrobiologie und wichtige Leitparameter wird üblicherweise mindestens täglich, teilweise mehrmals pro Schicht, kontrolliert. Darüber hinaus gelten für alle Mineralbrunnen 26 gesetzlich vorgeschriebene Grenz- und Orientierungswerte. Wenn diese sicher und dauerhaft unterschritten werden, wird Mineralwasser als einziges Lebensmittel in Deutschland amtlich anerkannt. Die Mineralbrunnen garantieren die hohe Qualität des Mineralwassers von der Quelle bis zum Verzehr.
Umfang und Qualität der Leitungswasserkontrollen sind rechtlich in der Trinkwasserverordnung genau definiert. Da Leitungswasser aus Grund- und Oberflächenwasser gewonnen wird, das Verunreinigungen aufweisen kann und daher zu Trinkwasser aufbereitet werden muss, ist die Anzahl der geforderten Kontrollen besonders hoch. Allerdings könne die Wasserversorger die Qualität ihres Produkts jedoch nur bis zum Hausanschluss garantieren.