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Kieselsäure – was kann sie wirklich?

21. Februar 2017

Diese Wirkungen sind wissenschaftlich belegt

Kieselsäure soll die Knochen stärken, Haut, Haare und Nägel festigen und sogar zum Schutz vor Alzheimer-Demenz beitragen. Doch was kann die siliziumhaltige Verbindung wirklich? Das verrät eine aktuelle Übersicht wissenschaftlicher Studien von Dr. Johannes Naumann, Wissenschaftler an der Universitätsklinik Freiburg. Ihr Fazit: Silizium und die Kieselsäure als seine wasserlösliche Form scheinen im menschlichen Körper eine bedeutende Rolle zu spielen, wie verschiedene Studien bereits gezeigt haben. Besonders interessant scheinen die Möglichkeiten, mit Kieselsäure die Knochen zu stärken und das Risiko für Alzheimer-Demenz zu senken. Positive Wirkungen auf Haut, Haare und Nägel belegen bisher nur wenige Studien. Alle Wirkungen müssen in weiteren Studien noch zweifelsfrei bewiesen werden. Doch da Kieselsäure und Silizium auch in größeren Mengen nicht schädlich sind, wird eine siliziumreiche Ernährung für sinnvoll angesehen. Gute Kieselsäurequellen sind beispielsweise Getränke wie kieselsäurereiche Mineral- und Heilwässer.

 

Und das sagen die Studien:

 

Starke Knochen

Einen positiven Einfluss von Kieselsäure auf die Knochen zeigten bereits alle Studien eines früheren Studien-Überblicks. Eine große Studie fand heraus, dass bei Menschen, die mehr Silizium bzw. Kieselsäure aufnahmen, weniger Knochensubstanz ab- und mehr aufgebaut wurde. Je höher die Siliziumzufuhr, desto höher die Knochendichte. Dies gilt insbesondere für Frauen vor der Menopause und für Männer. Vermutet wird, dass Kieselsäure das Einlagern von Calcium in die Knochen unterstützt.

 

Gesunde Haut, Nägel und Haare

Beim Aufbau von Bindegewebe ist Silizium nötig, um Kollagen und Elastin zu bilden – zwei zentrale Bausteine für festes Bindegewebe und straffe Haut. In einigen Studien berichteten Frauen, dass ihre Haut nach Einnahme von Kieselsäure elastischer und weniger rau war, Haare und Nägel erschienen kräftiger und weniger spröde. Obwohl diese Ergebnisse auf einen Nutzen von Kieselsäure und Silizium hinweisen, reichen die Studien mit wenigen Teilnehmerinnen nicht aus, um den Zusammenhang sicher zu beweisen.

 

Schutz vor Alzheimer-Demenz

Dass Silizium zum Schutz vor Alzheimer-Demenz beitragen könnte, ergaben inzwischen mehrere Studien. Der Hintergrund: Aluminium steht im Verdacht, an der Bildung der zerstörerischen Plaques im Gehirn von Alzheimer-Patienten beteiligt zu sein. Silizium macht möglicherweise das Aluminium unschädlich, indem es eine feste Verbindung mit Aluminium eingeht, die der Körper kaum aufnehmen kann. Unterstützt wird die Theorie durch Studien die ein geringeres Risiko für Alzheimer-Demenz feststellten, wenn das Trinkwasser mehr Kieselsäure enthielt. Wie Alzheimer entsteht und wie man sich davor schützen kann, muss allerdings genauer erforscht werden.

 

Fazit:

Auch wenn manche Wirkungen von Kieselsäure nicht eindeutig wissenschaftlich belegt sind, erscheint eine kieselsäurereiche Ernährung durchaus sinnvoll. Für Kieselsäure und Silizium gibt es keine offiziellen Empfehlungen, wie viel man mindestens aufnehmen sollte. Eine positive Wirkung auf die Knochendichte fand sich in einer großen Studie ab Mengen von durchschnittlich 25 mg Silizium pro Tag. Kieselsäure als lösliche Form des Siliziums ist für den Körper besonders gut verfügbar. Vor allem Mineral- und Heilwasser liefern gut verfügbare Kieselsäure.

 

St. Margareten Heilwasser hat einen Kieselsäure-Gehalt von 30,8 mg / Liter.

 

Gut zu wissen: Kieselsäure und Silizium

Silizium gibt es praktisch wie Sand am Meer. Das zweithäufigste Element auf der Erde findet man als Siliziumdioxid vor allem in Sand, Gesteinen und Quarz. Kieselsäure ist eine Verbindung von Silizium und Wasser. In dieser wasserlöslichen Form kann es am besten vom Körper aufgenommen und transportiert werden. In unserem Körper steckt Silizium nahezu in jeder Zelle vor allem in Knochen und Knorpeln, in Bindegewebe und Blutgefäßen.